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Oh weh, mein Ohr!

Baby_OhrWenn das Trommelfell geschwollen und stark gerötet ist, und dahinter ein Erguss drückt, ist die Diagnose meist einfach: Es handelt sich hierbei eventuell um eine Mittelohrentzündung.
Oft tritt sie bereits im Säuglingsalter auf, weil das Immunsystem der Kinder noch nicht ausgereift ist.
Sechs von zehn Kindern leiden unter diesen starken Ohrenschmerzen. Die Mittelohrentzündung wird häufig durch eine banale Erkältung ausgelöst. Die Bakterien oder Viren wandern durch die Ohrtrompete ins Mittelohr. Dort entsteht eine Entzündung. Es bildet sich ein zähes Sekret. Dieses kann nicht durch die geschwollene Trompete abfließen. Es entsteht ein sogenannter Paukenerguss. Der Druck verursacht unter Umständen heftige Schmerzen. Sammelt sich viel Flüssigkeit und Eiter, kommt es zu einem Riss im Trommelfell, dann kann das Sekret ablaufen. Das kleine Loch heilt innerhalb weniger Tage zu. Endlich lässt der Schmerz nach.


Anzeichen einer Mittelohrentzündung

Ältere Kinder greifen sich oft ans betroffene Ohr und können die Beschwerden ansprechen. Allerdings kommt es auch vor, dass sie statt über Ohrenschmerzen über Bauchweh klagen.
Säuglinge sind häufig unruhig bis schlapp. Sie schlafen schlecht, weinen viel und trinken kaum, weil das Saugen und das Schlucken den Druck aufs Ohr und damit die Schmerzen erhöhen. In der Regel drückt das Baby sein Ohr oder wirft seinen Kopf hin und her. Bei Berührung des kranken Ohrs zieht das Kind seinen Kopf weg und fängt an zu schreien.
Es kann zu hohem Fieber kommen.


Sofort zum Arzt

Besteht der Verdacht auf eine Mittelohrentzündung muss das Kind schnell zum Arzt, um weitere Komplikationen zu verhindern.
Der Arzt wird zuerst Nasentropfen zum Abschwellen der Nasenschleimhaut verschreiben. Dadurch wird das Mittelohr wieder besser belüftet.
Wärme empfiehlt sich zur Schmerzlinderung. Bei stärkeren Schmerzen verordnet der Arzt Schmerzzäpfchen oder -saft  mit Paracetamol oder Ibuprofen.
Wenn innerhalb von drei Tagen keine Besserung eintritt, muss der Arzt erneut aufgesucht werden.


Antibiotikum ja oder nein?

In einigen Fällen wird ein Antibiotikum gebraucht, um zu verhindern, dass sich die Bakterien stark vermehren und so auf andere Organe übergreifen.
Es gilt die Faustregel: Je jünger das Kind und je stärker die Beschwerden, umso notwendiger ist ein Antibiotikum. Wichtig ist, dass Kinder das Medikament genau nach Vorschrift einnehmen, damit die Krankheitserreger nicht gegen das Antibiotikum resistent werden. So kann schließlich die Behandlung erfolgreich abgeschlossen werden.

Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie selbstverständlich in unserer Apotheke weitere Tipps und Auskünfte erhalten. Wir würden uns freuen, Ihnen dabei behilflich sein zu können.






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