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Wochenbett

Storch

Im Wochenbett ist nichts wertvoller als Ruhe!
Die Erholung aus dem Wochenbett kommt von selbst, wenn sich die Mutter in den ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt schont.
Um einige typische Beschwerden rasch zu lindern, gibt Ihnen die Hebamme und Heilpraktikerin Ingeborg Stadelmann ein paar praktische Tipps:


Wundheilung:

Ätherische Öle aus der Apotheke unterstützen die Wundheilung, wirken entzündungshemmend und entspannend.
  • ein Teelöffel Lavendelöl auf einen Liter kaltes Wasser, damit nach jedem Toilettengang eine Spülung oder ein tägliches zehnminütiges Sitzbad machen

Frauenmantel speziell bei Frauenleiden

  • als Aufguss nach Wunsch auch 1:1 kombiniert mit Lavendel, eignet sich ebenfalls als Sitzbad

Gegen die normalen inneren Verletzungen und die Folgen der körperlichen Überforderung helfen Arnika-Globuli

  • Potenz C30 einmal täglich während der ersten drei Wochen nach der Geburt oder
  • Potenz C6 bzw. D12 zweimal täglich für eine Woche

Salben aus Hamamelis wirken blutstillend, entzündungshemmend und zusammenziehend

  • helfen gut bei Hämorrhoiden

 Nachwehen:

Kamillentee aufkochen und daraus feuchtwarme Wickel auf den Bauch legen, z.B. vor dem Stillen

Bei sehr starken und vor allem abends auftretenden Schmerzen

  • einmal Chamomilla-Globuli C30 einnehmen

Mehrgebärende mit starken Schmerzen beim Stillen

  • bei Bedarf Secale-Globuli C6 oder D12

 Wochenfluss:

bei unauffälligem Wochenfluss keine Unterstützung notwendig

  • regelmäßig Binden wechseln, Spülungen und Sitzbäder für sauberes Gefühl

geringer Wochenfluss kann auf ein gestörte Gebärmutterrückbildung hindeuten = Hebamme fragen

  • warmes Sitzbad mit klarem Wasser oder mit Lavendelöl regt den Wochenfluss an
  • kurz auf den Bauch legen

zu starker Wochenfluss mindern durch Rückbildungstee

  • in der Apotheke mischen lassen: aus Frauenmantel, Hirtentäschel und Melisse

Schwäche:

den Mittagsschlaf nicht unterschätzen

  • wenigstens in der Stillzeit regelmäßig gönnen

gesunde Ernährung, ausreichend Flüssigkeit und Erholungsphasen

Wunde Brustwarzen und Milchstau:

wunde Brustwarzen nach dem Stillen nicht abwischen

  • mit einem Rest Milch einreiben und trocknen lassen

immer Stilleinlagen tragen

  • schützen vor  zu großen Temperaturschwankungen und Reibung
  • am besten aus Wolle oder Seide
  • Einmaleinlagen häufig wechseln

Pflege der Brustwarzen mit Feuchtigkeit spendenden, rückfettenden Cremes oder Salben

  • ohne Paraffin (verklebt die Haut), mit Sheabutter

häufiges Anlegen und Stillen reguliert die Milchbildung

  • bei Knotenbildung: Ausstreichen der Milch und kühle Quarkwickel

Rückbildung:

Rückbildungsgymnastik frühestens zwei Wochen und spätestens sechs Wochen nach der Geburt beginnen

  • wichtig für die Unterstützung der natürlichen Rückbildung

Bauchmassage unterstützt die Rückbildung und regt den Darm an

  • Anleitung durch die Hebamme
  • Wochenbett-Ölmischung vom Apotheker für die Massage verwenden



Öffnungszeiten

Mo - Fr: 8.00 bis 20.00 Uhr
Sa: 9.00 bis 14.00 Uhr

Telefonnummer

030 93 95 2000